DIE GROßE FILMTOUR DURCH ANDALUSIEN
Alatriste
Geschichte

Im königlichen Spanien des 17. Jahrhunderts kämpft der tapfere Soldat Diego Alatriste im Dienst des Königs während des Krieges in den kalten Landen Flanderns. In einem Hinterhalt der Holländer wird sein Freund und Kampfgefährte Balboa tödlich verletzt. Alatriste lauscht der letzten Bitte aus dem Munde seinen Freundes und verspricht ihm, diese zu erfüllen: Er wird sich um seinen Sohn Íñigo kümmern und ihn vom Beruf des Soldaten fernhalten.

Bei seiner Rückkehr nach Madrid findet Alatriste ein in den letzten Zügen liegendes Königreich vor. Der Hof von Philip IV wird von Lügen und Korruption beherrscht und mithilfe der heiligen Inquisition nach den Launen des Conde-Duque de Olivares regiert. Alatriste, der sich als Schwertkämpfer verkauft, um sich mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird selbst in eine dieser Intrigen verwickelt, als er zusammen mit einem anderen Söldner namens Gualterio Malatesta angeheuert wird, um zwei mysteriöse Gestalten, die inkognito nach Madrid reisen, zu töten. Alatristes Schicksal wird besiegelt, als er beginnt zu ahnen, dass die finstere Mission etwas zwielichtig zu sein scheint und beschließt, den beiden Fremden den Tod zu erlassen. Damit stellt er sich Malatesta entgegen, der den Auftrag zu Ende bringen will. In dieser Nacht macht er sich einen Feind fürs Leben.

Regie: Agustín Díaz Yanes
Cast: Viggo Mortensen, Elena Anaya, Unax Ugalde, Eduard Fernández, Enrico Lo Verso, Eduardo Noriega, Juan Echanove, Ariadna Gil, Antonio Dechent, Javier Cámara, Blanca Portillo, Pilar López de Ayala, Pilar Bardem, Cristina Marcos, Francesc Garrido, Nadia de Santiago, Alex O’Dogherty, Carlos Bardem, Nicolás Belmonte, Nacho Pérez, Paco Tous
Produktion: Estudios Picasso / Origen PC

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Drehorte
Anekdoten
Viggo Mortensen nahm sich vor, Spanier zu werden, indem er Museen besuchte und Bücher kaufte. Er änderte die bis dahin argentinisch klingende Aussprache seines Spanischs und lernte bei Stierkämpfen und Fußballspielen spanische Kraftausdrücke von Yanes und seinen Freunden.  
Die Waffen, die im Film zu sehen sind, wurden in Spanien in bedeutenden Zentren wie Caudete hergestellt. Das Schwert und der Dolch des Hauptdarstellers wurden von Francisco Manzano in Toledo geschmiedet. Er ist ein Waffenschmied schwarzer Schwerter, die bei historischen Schwertkämpfen und in Freizeitvereinen eingesetzt werden.
Am Ende der Filmaufnahmen schenkte Viggo Mortensen den Statisten von ihm selbst designte T-Shirts mit der schachbrettartigen Fahne des Dritten Regiments von Cartagena (Tercio de Spinola), mit Alatristes Symbol auf dem Ärmel und dem Motto “Kein Schmerz” auf der Rückseite und darunter einer Liste aller Orte, in denen der Film gedreht worden war. Der New Yorker Schauspieler war sehr beliebt während den Filmaufnahmen, selbst nach erschöpfenden Drehtagen gab er zur Freude seiner Fans am Abend noch Autogramme
Ob es am literarischen Erfolg der Reverte-Saga lag oder an der übergroßen Freude über die Dreharbeiten im historischen Spanien, jedenfalls bewarben sich tausende Männer und Frauen aus freien Stücken als Statisten für die Produktion. Die Statisten, die an den Kämpfen teilnahmen, wurden militärisch im Gebrauch der Waffen des 17. Jahrhunderts instruiert (Hakenbüchse, Muskete und Lanze) und lernten die Kampfaufstellung in geschlossener Formation (Lanzengeschwader), Marschieren und andere militärische Taktiken jener Zeit.
Der Soundtrack zum Film wurde bis auf die Musik in der letzten Schlacht, in der ein Ostermarsch gespielt wird, von Roque Baños komponiert. Auf der Original Soundtrack CD ist das Stück enthalten, das Baños ursprünglich für diese Schlacht komponiert hatte.
Die italienische Kostümbildnerin Francesca Sartori schneiderte ungefähr 10.500 Kostüme. Der Art  Director Benjamín Fernández baute die Bühnenbilder und eine spanische Galeone des 17. Jahrhunderts, mit einer Länge von 45m und einer Breite von 8,5m.
Die Kampfszenen wurden von Bob Anderson, dem Schöpfer aller großen Schwertkampffilme, von den Errol Flynn Filmen über „Barry Lyndon“ bis zum „Herr der Ringe“, arrangiert. Der Kampfkunst Meister fragte Yanes mit Blick auf die Besonderheiten der Schwertkämpfe des Genres: “Werden in diesem Film Menschen getötet oder nicht?” Die Antwort war ein überzeugtes: „Natürlich wird getötet“.
Das Drehbuch wurde in Zusammenarbeit mit dem Autor Arturo Pérez-Reverte vom Regisseur selbst geschrieben. Pérez-Reverte ist der Autor der fünf Romane, auf denen der Film basiert:“El Capitán Alatriste” (1996), “Limpieza de Sangre” (1997), “El Sol de Breda” (1998), “El Oro del Rey” (2000), und “El Caballero del Jubón Amarillo” (2003). Reverte hatte das anfängliche amerikanische Drehbuch verworfen, in dem Alatriste, angelehnt an die typischen Musketier Filme made in Hollywood, eine Affaire mit der spanischen Königin hat.