DIE GROßE FILMTOUR DURCH ANDALUSIEN
Exodus. Götter und Könige

Der Film, der Almería wieder in den Vordergrund auf der Weltkarte des Kinos rückte, erzählt die Geschichte von Moses und seiner Auseinandersetzung mit dem Pharao Ramses II, mit dem er zusammen aufgewachsen war und den er als Bruder ansah. Verbannt wird Moses 600.000 hebräische Sklaven befreien und ihre Pilgerfahrt durch den Sinai auf der Suche nach dem gelobten Land anführen. Basierend auf dem Buch Exodus lässt der Film einige der wichtigsten und bekanntesten Kapitel des Buches , wie die zehn Plagen, die über Ägypten kommen, die Teilung des roten Meeres auf der Flucht der Sklaven, als sie zwischen dem Meer und dem ägyptischen Heer eingeschlossen sind, oder den Empfang der zehn Gebote, neu aufleben. Eine Geschichte die durch ihre Theatralik die menschliche Seele berührt.

Regie: Ridley Scott
Schauspieler: Christian Bale, Joel Edgerton, Ben Kingsley, John Turturro, Aaron Paul, Ben Mendelsohn, María Valverde, Sigourney Weaver …
Produktion: Scott Free Productions / 20th Century Fox / Chernin Entertainment / Babieka / Volcano Films


Route für ein Wochenende

Zitate des Filmteams...

 

„Wir haben im Süden Spaniens, in Almería, mitten in der Wüste gedreht. Dort wurden auch viele der „Spaghetti Western“ gedreht, was ich vorher gar nicht wusste, ich hatte gedacht, dass sie in Italien gedreht worden wären. Sie hätten sie besser “Paella Western“ nennen sollen. Fest steht, dass es einige wunderschöne Landschaften sind.”

Christian Bale (Schauspieler)

“Wir wollten wegen des Klimas und aufgrund der Lichtverhältnisse nach Spanien. Und diese Region (Almería) hat eine großartige Landschaft. Es ist eine vielseitige Gegend, mit diesen Gebirgen… sie sind dem Mittleren Osten sehr ähnlich. Wir haben es (Almería) aus dem Helikopter von oben gesehen und ich dachte, dass hier die Möglichkeit besteht, die Gegend in eine Kombination aus Memphis und die Umgebung der Stadt von Pi-Ramsés zu verwandeln, inklusive der Platzierung einer riesigen Statue von Ramses. Im Hintergrund sieht man die Berge der Sierra Alhamilla, die sehr der Wüste in Ägypten ähnelt. Diese hatten wir aufgrund der Beschaffenheit und der Farblichkeit der Landschaft vor Augen”.

Arthur Max (Artdirector und Produktionsdesigner)

“Ich hatte eine super Zeit in Almerimar. Es ist ein großartiger Ort, einfach unglaublich. Meine Familie sagte, dass es sehr beeindruckend war. Ich hoffe, wir haben einen tollen Film gedreht. Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft all der Menschen in Almerimar und El Ejido. Dankeschön”.

Christian Bale (Schauspieler)

“Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Almería und die Menschen dort denke. Aus irgendeinem Grund habe ich mich dort richtig lebendig gefühlt. Die Menschen sind großartig. Sehr warmherzig. Ich weiß auch nicht, wahrscheinlich habe ich in einem vorherigen Leben dort gelebt.”

Aaron Paul (Schauspieler)

Drehorte
Llano del Búho (Die Wüste von Tabernas)
Almería

Lediglich 30 km von der Hauptstadt Almería entfernt liegt diese geschützte Naturlandschaft mit einer Fläche von 280 km². Sie ist eine der im Kino am häufigsten gezeigten...

Paraje de El Chorrillo
Almería

Sehr nahe der Hauptstadt, 15,5 km und etwa 20 Minuten mit dem Auto entfernt, befindet sich dieser spektakuläre Ort, der sich, aufgrund der Dreharbeiten an diesem Film,...

Der Marmorsteinbruch von Macael
Almería

Macael ist eine Gemeinde in der Provinz Almería und liegt nördlich der Sierra de los Filabres. Bis zur Hauptstadt Almería sind es von hier aus 75 km. Der Ort ist bekannt für...

Die Goldminen von Rodalquilar
Almería

Rodalquilar liegt im Herzen des Nationalparks Cabo de Gata – Níjar. Das Dorf liegt ungefähr 54 km von der Hauptstadt Almería entfernt, das sind 45 Autominuten. Durch die...

Finca Paraje de Los Yesos
Almería

Diese Finca mit Olivenplantagen befindet sich in Privatbesitz. Sie liegt im Gemeindegebiet von Tabernas rechts von der Nationalstraße 340 in Richtung Sorbas. Bevor man dort...

Wüste von Tabernas – Rambla Viciana
Almería

Eine einzigartige Gegend inmitten der Wüste von Tabernas, die sich gegenüber der sonst kargen Landschaft in Almería durch vermehrte grüne Vegetation auszeichnet, es wachsen...

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Anekdoten
Seit einigen Jahren hat die Stadt Almería ihren eigenen Walk of Fame. Dieser liegt in der Fußgängerzone vor dem Theater “Teatro Cervantes“ im Zentrum der Stadt, auf der Straße Poeta Francisco Villaespesa, mit einigen ‘Sterne’ genannten Platten, mit den Namen berühmter Kinostars darauf, die für die Dreharbeiten in Almería wichtig waren. Die meisten dieser sogenannten Sterne wurden von den Stars persönlich eingeweiht. Um nur einige unter vielen zu nennen, gehörten Omar Sharif, Arnold Schwarzenegger, Max Von Sydow, Catherine Deneuve und Sophia Loren dazu. Die Stadt Almería hatte entschieden Ridley Scott einen dieser Sterne zu verleihen. Der Cineast nahm den Stern an, aber verständlicherweise konnte er aufgrund von Terminverpflichtungen den Stern nicht persönlich einweihen. So kam es, dass eine große Delegation Beamter des öffentlichen Dienstes ihn am Set besuchte und ihm eine Gedenktafel überreichte, die den Stern, der seit November 2013 in der Calle Poeta Francisco Villaespesa zu sehen ist, abbildet. Dem Hauptdarsteller von "Exodus", Christian Bale, wurde ebenfalls die Verleihung eines solchen Sterns angeboten, der, im Gegensatz zum Regisseur, die Anerkennung ablehnte. Die Erklärung dazu war nüchtern aber verständlich. Als Grund gab er an, dass er sich sehr auf die verkörperte Filmfigur konzentriere, und dass er während Dreharbeiten an keinen ungeplanten Aktivitäten außerhalb seines Terminkalenders teilnähme.
Die Folgende Begebenheit hätte in einem Drama enden können, glücklicherweise blieb es letztendlich bei einem Schrecken. Als am 29. Oktober der Drehtag am Set in Llano del Búho in Tabernas abgeschlossen war, begann es gegen 17:30 Uhr, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, in der Wüste wie aus Eimern zu schütten, als die Mitglieder des Filmteams im Auto unterwegs zu ihren Hotels waren. Der Regen überschwemmte die Straßen so stark, dass laut Medienberichten, 32 Personen, die in sieben Fahrzeugen festsaßen, von der Feuerwehr und der Guardia Civil gerettet werden mussten. Es gab keine Verletzten und schließlich schwächte der Regen sich ab, bis er wieder abfloss, sodass sich die als Straßen genutzen trockenen Flussbetten am nächsten morgen, im Gegensatz zu dem was man erwartet hätte, dank des Regens in besserem Zustand befanden und alles andere als überschwemmt waren. Außer dass dieser Vorfall lediglich als Anekdote endete, hatte der starke Regen, der an diesem Tag herunterkam, die Bühnenbilder nicht beschädigt und hatte auch erst begonnen, nachdem der Arbeitstag wie vorgesehen abgeschlossen war. Dieses Ereignis erinnert uns daran, dass man bei einem Besuch in der Wüste immer gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen sollte. Man sollte sich vorher immer die Wettervorhersage anhören und sehr vorsichtig sein, denn auch wenn es nicht im Gebiet der trockenen Flussbetten regnet, fließt dort das Wasser aus den höheren Regionen ab, und es kommt durch sintflutartige Regenergüsse oft zu Überschwemmungen.
Der Aufenthalt von Aaron Paul in Almería, während dessen er Joshua in "Exodus: Götter und Könige" verkörperte, zeichnete sich nicht gerade durch Diskretion aus. Der Schauspieler, der sich während der Dreharbeiten aufgrund des Erfolges der 2013 kurz zuvor abgeschlossenen Serie „Breaking Bad“ großer Beliebtheit erfreute, da er darin die zweite Hauptrolle gespielt hatte, zeigte sich volksnah und war zu jedem nett, der ihn erkannte oder ein Foto mit ihm aufnehmen wollte. Im Gegensatz zu der ansonsten üblichen Praxis, dass die bekannteren Schauspieler sich während der Dreharbeiten an geheimgehaltene Orte zurückziehen, als lebten sie im Kloster, ließ Paul sich in der gesamten Stadt, in Bars und Einkaufszentren blicken. Dabei war er durchgehend freundlich zu den Leuten, was die Menschen in Almería sehr für ihn einnahm. Dieses idyllische Verhältnis zwischen Paul und Almería spiegelte sich auch in den sozialen Netzwerken wider, die der Schauspieler nutzte, um beispielsweise zu fragen, wo in Almería er seinen Lieblingswhiskey kaufen könne oder, um ganz direkt eine Liebeserklärung an die Provinz abzugeben, als er sich nach einer Vielzahl von Tweets mit folgendem verabschiedete: “Dear Almeria. Thank you for being so perfect. The community here is magical. I love you forever and always. Sincerely (Liebes Almería. Danke, dass Du so perfekt bist. Die Gemeinschaft hier ist zauberhaft. Ich werde Dich für immer und ewig lieben. Herzliche Grüße)“. Man könnte annehmen, dass er dies aus reiner Höflichkeit schrieb..., aber wer noch Zweifel an der Ehrlichkeit der Gefühlsbezeugung Pauls hatte, der konnte 2016 in einem Interview der Zeitschrift EFE des Journalisten Antonio Martín Guirado mit Aaron Paul nachlesen, dass dieser ihm gestand: “Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an Almería und die Menschen dort denke. Aus irgendeinem Grund habe ich mich dort so richtig lebendig gefühlt. Die Menschen sind großartig. Sehr warmherzig. Ich weiß auch nicht, wahrscheinlich habe ich in einem vorherigen Leben dort gelebt.”.
Die Medien gaben bekannt, dass der Film "Exodus" in Marokko und Ägypten verboten wurde, weil, wie die Zeitung ABC am 26. Dezember 2014 schrieb, man den Film als Geschichtsverdrehung betrachtete.  In Ägypten wurde die Vorführung in allen Kinos untersagt.Wie ABC berichtete: “Der für die Zensur zuständige Abdel Satar Fathi, erklärte der Zeitung «Al Watan», dass eine Kommission den Film angesehen hatte und zu dem Schluss kam, dass der Film «versucht verzerrte Fakten über religiöse und historische Szenen zu verbreiten». Er bedauerte, dass der Film festlegt, dass «die Juden als auserwähltes Volk Gottes am Bau der Pyramiden von Gizeh beteiligt waren», und dass der Eindruck erweckt wurde, dass die Ägypter «Demagogen» seien, die die Anhänger des Judentums «gefoltert haben»”.
Es war eine Überraschung. Am dritten November 2013 besuchte das damalige Prinzenpaar, heute Königspaar, von Spanien, Felipe und Letizia, begleitet von ihren Töchtern, den Mädchen Leonor und Sofía, das Filmset von "Exodus" in Llano del Búho, inmitten der Wüste von Tabernas. Die Königsfamilie verbrachte zwei Nächte im Hotel Agua Amarga und besuchte auf ihrer Privatreise verschiedene Orte in Almería, wie Níjar, Las Negras und Mojácar, und als Höhepunkt besuchte sie das Filmset. Am gleichen Tag hatte die Thronfolgerin Leonor ihren achten Geburtstag und es war der zehnte Jahrestag der Vorstellung von Letizia in der Öffentlichkeit. Die Nachricht von dem Besuch verschaffte den Dreharbeiten an Exodus in Almería enorme Präsenz in den Medien.
Die Begeisterung darüber, an einer Megaproduktion von Ridley Scott teilzunehmen und dafür noch eine gute Bezahlung für diese Erfahrung zu erhalten, nämlich 80,00 Euro am Tag und das in Zeiten der Wirtschaftskrise, und das Aufleben der Ilusion des Kinos, wodurch diese Produktion nach Almería kam, sorgte dafür, dass die für "Exodus" angesetzten Castings an verschiedenen Orten der Provinz zahlenmäßig alle Erwartungen übertrafen, sodass die Castings ins Chaos ausarteten. Die Castings wurden in Macael, Pechina, Almería, Roquetas de Mar und in El Ejido abgehalten, zusätzlich gab es ein Kindercasting in Almería, ein für Mojácar angesetztes Casting wurde abgesagt. Es wurden 4.000 Statisten für den Film gesucht. Insgesamt bewarben sich, laut der in der ersten Augusthälfte 2013 veröffentlichten Zahlen in der Presse, ungefähr 28.500 Leute. Diese Angaben teilen sich folgendermaßen auf: In Macael 1.500 Personen, in Pechina 5.000, in Almería 10.000, in Roquetas de Mar 8.000 und in El Ejido 3.000, dazu 1.000 Kandidaten beim Kindercasting. Das Castingprofil war sehr klar definiert und dementsprechend wurde es von der Produktionsfirma kommuniziert: Araber, Schwarze und Weiße mit schlanker Statur. Im Morgengrauen des Castingtages standen dutzende von Leuten Schlange vor den Casting Sets, als warteten sie auf den Auftritt eines Megastars. Die enorme Hitze trug dazu bei, dass es bei einigen Castings zu Spannungen kam. Zu den Anekdoten des Castings gehören solche, dass viele der Bewerber gar nicht dem gewünschten Profil entsprachen oder, dass andere, nachdem sie abgelehnt worden waren, sich erneut in die Schlange stellten, für den Fall, dass sie im zweiten Durchgang mehr Glück hätten und doch noch ausgewählt würden. Dazu kam, dass viele der Kandidaten gar nicht aus Almería kamen sondern lediglich ihre Sommerferien dort verbrachten. Dieser Umstand brachte später die Planung der Koordinationsteams für die Statisten ziemlich durcheinander, da sie, wenn sie die Leute anriefen, mehrfach zu hören bekamen, dass diese im Oktober nicht nach Almería kommen könnten.
In der Absicht, dem berühmten Marmor von Macael zu weiterem Ansehen zu verhelfen, schenkte die Stadtverwaltung von Macael, in deren Steinbruch einige Szenen für den Film aufgenommen worden waren, dem Regisseur Ridley Scott einen aus Marmor gefertigten Mörser.