DIE GROßE FILMTOUR DURCH ANDALUSIEN
La Peste

Superproduktion mit sevillanischer Note / Reise in das Sevilla des 16. Jahrhunderts

Die Serie „La Peste“ unter der Regie von Alberto Rodríguez, produziert von Movistar+, ist die größte Fernsehproduktion in der Fernsehgeschichte Spaniens. Mit einem Budget von 10 Millionen Euro spielt die Geschichte in Sevilla am Ende des 16. Jahrhunderts. Die damalige Stadt wird mit jedem kleinster Detail nachgestellt, sodass man Sevilla in „La Peste“ unterbewust wahrnehmen, fühlen, ja fast riechen kann. Das geht sogar soweit, dass sich die Stadt in eine weitere Hauptdarstellerin des Films verwandelt. Mehr als 130 Drehorte dienten als Kulisse für die Superproduktion, die an vielen der denkwürdigsten Stellen der Hauptstadt der Provinz Sevilla gedreht wurde. Außerdem wurde an weiteren Orten der Provinz sowie in Extremadura gedreht.

Produktionsjahr: 2017 (Erstausstrahlung: Januar 2018)
Herkunftsland: Spanien
Regie: Alberto Rodríguez (Teil 1, 2, 3 und 6) und Paco R. Baños (Teil 4 und 5)
Produktionsfirma: Movistar+ / Atípica Films
Urheber: Alberto Rodríguez und Rafael Cobos
Drehbuch: Rafael Cobos und Fran Araújo
Darsteller: Pablo Molinero, Paco León, Manolo Solo, Sergio Castellanos, Patricia López Arnáiz, Paco Tous…

 


Route für ein Wochenende

Worte von...

 

“Wir waren an Orten wie dem königlichen Palast ‚Alcázar‘ von Sevilla, dem Palast des Marqués de la Motilla, der römischen Ruinenstadt Itálica, den historischen Städten Carmona und Alcalá, also an sehr vielen spektakulären Orten, wo wir genau den Realismus gefunden haben, den wir gesucht hatten.“

Paco León

„Das interessanteste an der Serie ist, das Sevilla des 16. Jahrhunderts so zu sehen, dass die Fiktion mit der Vorstellung dieser Zeit übereinstimmt und nicht mit der des 21. Jahrhunderts. Die Filmfiguren verhalten sich so, wie sie es zu jener Zeit getan hätten, ohne dass wir sie dafür verurteilen. Es gelten die Regeln einer anderen Zeit, als man Dinge ganz anders regelte. In gewisser Weise ist die Serie ein Spaziergang durch die Geschichte auf den Straßen Sevillas.“

Alberto Rodríguez

“Aus der Zeit, in der die Serie spielt, haben in der Hauptstadt lediglich die Paläste überdauert, während es in der Provinz ganze Orte gibt, die sich weitgehend erhalten haben. In Carmona beispielweise war am Meisten aus jener Zeit erhalten.”

Nieves González

“Die Drehorte und die Inszenierung waren brutal. Es wurde nichts dekoriert, es war wie eine Zeitreise”.

Patricia López Arnáiz

Drehorte
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Anekdoten
Im ersten Teil wurde die Sequenz, in der Mateo sich mit den Italienern in einem Boot Sevilla nähert, im Studio Dos Hermanas aufgenommen, ohne Wasser und vor einem Green Screen, da alles, was auf der Leinwand erscheint, während der Postproduktion und mit digitalen Effekten eingefügt wurde.
Eine der großen Herausforderungen für die Szenenbildner war der schmutzige Boden der Stadt. Jeden Tag erhielten sie zwei Kubikmeter verdorbenes Obst und Gemüse, die sie verteilen, zertreten und in die vorhandene Schicht einarbeiten und natürlich am Ende wieder entfernen mussten.
Um in der Gegend von Isleta (Coria del Río) eine Vorstadt am Fluss zu bauen, wurden über 40 Hütten errichtet, so entstand das größte Filmset, dem sich die Crew gegenübersah.
Das Kloster ‚Convento de la Concepción‘ in Carmona war einer der Orte, der während der Dreharbeiten am meisten verwendet wurde, da darin beinahe die gesamte Stadt aufgebaut wurde. Erbaut in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, entsprachen  die meisten Gebäude dort den Vorstellungen der Filmcrew und ein Großteil der Gebäude diente als Kulisse, ohne dass Veränderungen vorgenommen werden mussten.
„La peste“ hat einige Szenerien, die ebenfalls in „Game of Thrones“ verwendet wurden, genutzt. Allerdings wurden sie ganz anders in Szene gesetzt, wie beispielsweise die königlichen Paläste und Werften von Sevilla oder die Burg von Trujillo in Cáceres.
An manchen Tage musste die Garderobe bis zu 90 Personen einkleiden.
Das Team der Maske fabrizierte über 800 Pestbeulen aus Plastilin, um die Wirkung der Pest auf den Körpern und Gesichtern der Statisten abzubilden.
Die Crew suchte ein halbes Jahr lang nach einem Ort für Kulisse der Indigo Fabrik, bis sie endlich die Hazienda ‚Martin Navarro‘ in Alcalá de Guadaíra fanden. Dort bereiteten sie das Indigowerk 15 Tage lang vor, um letztendlich an nur einem Tag zu drehen.
Alberto Rodríguez dachte, dass das Bühnenbild einfach aufzustellen wäre, da noch viele Gebäude aus jener Zeit erhalten sind. Allerdings hat das heutige Sevilla aus urbanistischer Sicht überhaupt nichts mehr mit dem Sevilla des 16. Jahrhunderts gemeinsam, denn die Stadt wurde seit dem 17. Jahrhundert beinahe komplett neu gestaltet. Deswegen waren die Dreharbeiten seinen Worten nach „so langatmig, da erst einmal eine Stadt erfunden werden musste”.
Im Kloster ‚Convento de la Concepción‘ wurde Feinstarbeit geleistet, um den vorhandenen Platz auszunutzen. Dies ging so weit, dass in einer Szene eine Gasse erst aus der einen und dann aus der anderen Richtung gefilmt wurde, um die optische Illusion einer größeren Stadt zu erwecken.
Die Szenenbildner waren bei der Nachstellung des Marktes in einem der Höfe des Klosters ‚Convento de la Concepción‘ so detailversessen, dass sie an einigen Ständen sogar heimische Störe aus dem Fluss Guadalquivir drapierten.
Es war nicht gestattet, in den königlichen Palästen mit echten Fackeln zu drehen. Deswegen mussten Laternen benutzt werden und außerdem die Bewegung der Fackeln woanders aufgenommen werden, um diese Aufnahmen später in der Postproduktion darüberzulegen.
Normalerweise hat eine Serie maximal 10 bis 12 Drehorte aber „La peste“ hatte 130, was die Dreharbeiten sehr kompliziert machte.
An den heißen Tagen mußte die Maske während des Drehs die Schminke mit Sonnencreme mischen, damit die Schauspieler und Statisten keinen Sonnenbrand bekamen.
Eines der am schwierigsten zu findenden Motive war der Fluss, da der Guadalquivir heute nicht mehr das gleiche Erscheinungsbild wie zu jener Zeit hat. So kam es, dass die Crew sogar Meereszungen suchte, die einem Fluss ähneln darstellen konnten. Mit Hilfe des Rathauses von La Puebla del Río suchte das Team verschiedene Abschnitte des Flusses ab, bis sie die Gegend um Isleta fanden, die kurioserweise gar nicht mehr zu La Puebla sondern zur Gemeinde Coria del Río gehört.
Eine der Hauptsorgen der Crew bei der Nachstellung Sevillas im 16. Jahrhundert war keine Anachronismen zu erzeugen. Als jedoch fünf der sechs Teile der Serie im Kasten waren, bemerkten sie, dass ihnen doch einer unterlaufen war.
Die Suche nach einem Hafen, der den Hafen von Sevilla aus dem 16. Jahrhundert darstellen konnte, verschlug das Filmteam bis nach San Juan del Puerto (Huelva). Der Hafen dort wurde komplett auf einer Holzkonstruktion erbaut und es war der einzige Hafen, der den gewünschten Vorstellungen entsprach. Allerdings machten dort stattfindende Renovierunsgarbeiten einen Dreh dort unmöglich.